Flammhemmende Arbeitskleidung wird überall dort eingesetzt, wo Hitze, Flammen, Funkenflug oder thermische Risiken auftreten können — ein zentraler Bestandteil der PSA in Schweißen, Energie, Chemie, Öl & Gas und vielen weiteren Industrien.
Flammhemmende Arbeitskleidung schützt Mitarbeitende zuverlässig vor Verbrennungen und ist in vielen Industrien gesetzlich vorgeschrieben. Die EU-PSA-Verordnung 2016/425 verpflichtet Arbeitgeber zur Bereitstellung geeigneter Schutzausrüstung.
Beim Schweißen, Schneiden, Schleifen und Löten entstehen Funken, glühende Metallpartikel und extreme Strahlungswärme. Flammhemmende Kleidung verhindert, dass sich Funkenflug in die Kleidung einbrennt oder diese entzündet.
Bei Förderung, Verarbeitung und Lagerung von Öl und Gas bestehen höchste Risiken durch leicht entzündliche Stoffe, explosive Atmosphären (ATEX) und Brandgefahr. Flammschutz und Antistatik sind zwingend kombiniert erforderlich.
Bei Arbeiten an elektrischen Anlagen, Schaltanlagen und Hochspannungsnetzen kann es zu Störlichtbögen kommen. Diese setzen in Millisekunden extreme Wärmemengen frei — flammhemmende Kleidung nach IEC 61482 ist lebensrettend.
In der Chemieindustrie entstehen durch Reaktionen, Prozesswärme und entzündliche Dämpfe schwerwiegende Brandrisiken. Antistatische Eigenschaften sind zusätzlich erforderlich, um Zündquellen in explosiver Atmosphäre zu vermeiden.
In Hochöfen, Gießereien und Stahlwerken herrschen extreme Temperaturen, flüssige Metallspritzer und intensive Strahlungswärme. Hier werden die höchsten Schutzklassen der EN ISO 11612 benötigt.
Arbeiten an Fahrleitungen, Schaltanlagen und im Gleisbereich erfordern kombinierten Schutz: Flammschutz vor thermischen Risiken durch elektrische Systeme, dazu Warnschutz für die Sichtbarkeit im Außenbereich.
Bei Wartungsarbeiten an Maschinen, Rohrleitungen und Anlagen können unerwartete Hitzequellen, Funken oder Flammen entstehen. Flexibler Flammschutz für wechselnde Einsatzorte ist essenziell.
Auch im Handwerk — bei Installationen, Reparaturen und technischen Dienstleistungen — treten kurzzeitig Hitze- und Funkenquellen auf. EN ISO 14116 (begrenzter Flammenkontakt) bietet hier kostengünstigen Basisschutz.
Je nach Branche und Gefährdungspotenzial gelten unterschiedliche Normen. Die Gefährdungsbeurteilung des Arbeitgebers entscheidet, welche Norm(en) vorgeschrieben sind.
Hauptnorm für industriellen Flammschutz. Prüft Kontaktflammen (A), konvektive Wärme (B), Strahlungswärme (C) und Metallspritzer (D/E). Pflicht in Metall, Energie & Petrochemie.
Speziell für Schweißprozesse. Klasse 1 für leichtere, Klasse 2 für intensive Bedingungen. Schutz vor Metallspritzern und Strahlungswärme beim Schweißen, Schneiden und Löten.
Für Elektrotechnik und Energieversorgung. Klasse 1 (≥4 cal/cm²) und Klasse 2 (≥7 cal/cm²). Kleidung darf nicht entflammen oder auf der Haut schmelzen.
Häufig kombiniert mit EN ISO 11612 für ATEX-Zonen. Verhindert elektrostatische Aufladung und damit Zündrisiken in explosionsgefährdeten Bereichen der Chemie und Petrochemie.
Leichterer Flammschutz für kurzzeitige Expositionen. Index 1–3. Geeignet für Handwerk und leichte Industrie. Kein Schmelzen oder Weiterbrennen erlaubt.
Hochsichtbarer Warnschutz (Klasse 1–3) kombinierbar mit Flammschutz — ideal für Bahn, Baustellen und Infrastruktur, wo Sichtbarkeit und Thermoschutz gleichzeitig gefordert sind.
Pflicht des Arbeitgebers: Laut EU-PSA-Verordnung 2016/425 und Arbeitsschutzgesetz muss der Arbeitgeber eine Gefährdungsbeurteilung durchführen und auf Basis dieser die geeignete Schutzkleidung bereitstellen. Die Mitarbeitenden müssen in der Nutzung geschult werden.
Flammhemmende Arbeitskleidung ist überall dort Pflicht, wo thermische Risiken bestehen — und sie kann im Ernstfall Leben retten. Diese Vorteile machen sie unverzichtbar:
Verhindert schwere Verbrennungen durch Selbstverlöschen und Verhinderung von Schmelzen & Tropfen.
Gibt Sekunden zur Flucht und Reaktion — entscheidend bei Lichtbogen und Flammenunfällen.
EU-PSA-Verordnung 2016/425 verpflichtet Arbeitgeber zur Bereitstellung geeigneter FR-Kleidung.
Ein Kleidungsstück schützt vor mehreren Gefahren — Flammen, Antistatik und Lichtbogen gleichzeitig.
Alle Produkte normkonform geprüft. Zertifikate jederzeit nachweisbar für Audits und Behörden.
Leichte, atmungsaktive FR-Materialien für langen Tragekomfort auch bei anspruchsvollen Schichten.
Alle Produkte sind CE-zertifiziert, nach EN ISO 11612 und weiteren Normen geprüft — mit Logo-Service und schneller Lieferung.
EN ISO 11612
Zertifiziert nach EN ISO 11612. Schutz vor Flammen, Hitze und Metallspritzern für Energie, Chemie und Schweißen.
Multinorm
EN ISO 11612 + EN 1149-5 + IEC 61482. Ein Kleidungsstück — Flammen, Antistatik und Lichtbogen kombiniert.
EN ISO 11611
EN ISO 11611 Klasse 1 & 2 für Schweißen, Schneiden und thermische Prozesse in Metallbau und Industrie.