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Flammschutz in der Industrie

Branchen für flammen-
hemmende
Schutzkleidung

Flammhemmende Arbeitskleidung wird überall dort eingesetzt, wo Hitze, Flammen, Funkenflug oder thermische Risiken auftreten können — ein zentraler Bestandteil der PSA in Schweißen, Energie, Chemie, Öl & Gas und vielen weiteren Industrien.

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Branchen mit Pflichtschutz
EN ISO 11612
Hauptnorm Flammschutz
IEC 61482
Lichtbogenschutz
PSA 2016/425
EU-Verordnung

Wo wird flammhemmende Kleidung eingesetzt?

Flammhemmende Arbeitskleidung schützt Mitarbeitende zuverlässig vor Verbrennungen und ist in vielen Industrien gesetzlich vorgeschrieben. Die EU-PSA-Verordnung 2016/425 verpflichtet Arbeitgeber zur Bereitstellung geeigneter Schutzausrüstung.

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EN ISO 11611 · EN ISO 11612

Schweißtechnik & Metallverarbeitung

Beim Schweißen, Schneiden, Schleifen und Löten entstehen Funken, glühende Metallpartikel und extreme Strahlungswärme. Flammhemmende Kleidung verhindert, dass sich Funkenflug in die Kleidung einbrennt oder diese entzündet.

Typische Risiken & Anforderungen
  • Funkenflug und Metallspritzer bei MIG/MAG, WIG und E-Schweißen
  • Strahlungswärme und konvektive Wärme
  • EN ISO 11611 Klasse 1 (leicht) und Klasse 2 (intensiv) Pflicht
  • Keine Synthetikfasern unter der FR-Kleidung erlaubt
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EN ISO 11612 · EN 1149-5

Öl-, Gas- & Petrochemieindustrie

Bei Förderung, Verarbeitung und Lagerung von Öl und Gas bestehen höchste Risiken durch leicht entzündliche Stoffe, explosive Atmosphären (ATEX) und Brandgefahr. Flammschutz und Antistatik sind zwingend kombiniert erforderlich.

Typische Risiken & Anforderungen
  • Explosive Atmosphären — ATEX-Zonen 0, 1 und 2
  • Leicht entzündliche Flüssigkeiten und Gase
  • EN ISO 11612 + EN 1149-5 Pflicht (Multinorm)
  • Kein offenes Feuer, keine statische Aufladung erlaubt
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IEC 61482 · EN ISO 11612

Energieversorgung & Elektrotechnik

Bei Arbeiten an elektrischen Anlagen, Schaltanlagen und Hochspannungsnetzen kann es zu Störlichtbögen kommen. Diese setzen in Millisekunden extreme Wärmemengen frei — flammhemmende Kleidung nach IEC 61482 ist lebensrettend.

Typische Risiken & Anforderungen
  • Störlichtbogen mit extrem kurzer Reaktionszeit
  • Thermische Strahlung und Druckwelle
  • IEC 61482-2 Klasse 1 (≥4 cal/cm²) oder Klasse 2 (≥7 cal/cm²)
  • Kleidung darf nicht schmelzen oder brennen
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EN ISO 11612 · EN 1149-5

Chemische Industrie

In der Chemieindustrie entstehen durch Reaktionen, Prozesswärme und entzündliche Dämpfe schwerwiegende Brandrisiken. Antistatische Eigenschaften sind zusätzlich erforderlich, um Zündquellen in explosiver Atmosphäre zu vermeiden.

Typische Risiken & Anforderungen
  • Entzündliche Dämpfe und explosive Gase
  • Chemische Reaktionen mit Wärmeentwicklung
  • EN ISO 11612 + EN 1149-5 als Multinorm-Kombination
  • Regelmäßige PSA-Prüfung und Dokumentation Pflicht
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EN ISO 11612 B3/C4 · EN ISO 11611

Stahlwerke & Schwerindustrie

In Hochöfen, Gießereien und Stahlwerken herrschen extreme Temperaturen, flüssige Metallspritzer und intensive Strahlungswärme. Hier werden die höchsten Schutzklassen der EN ISO 11612 benötigt.

Typische Risiken & Anforderungen
  • Flüssige Metalle (geschmolzenes Eisen D/E, Aluminium)
  • Extreme Strahlungswärme bei Hochöfen
  • EN ISO 11612 höchste Klassen B3, C4, D3, E3
  • Schwere Vollschutz-Overalls und Hitzeschutzschürzen
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IEC 61482 · EN ISO 20471

Bahn- & Verkehrstechnik

Arbeiten an Fahrleitungen, Schaltanlagen und im Gleisbereich erfordern kombinierten Schutz: Flammschutz vor thermischen Risiken durch elektrische Systeme, dazu Warnschutz für die Sichtbarkeit im Außenbereich.

Typische Risiken & Anforderungen
  • Elektrische Gefahren an Oberleitungen und Schaltanlagen
  • Sichtbarkeit im Gleisbereich zwingend erforderlich
  • IEC 61482 + EN ISO 20471 Warnschutz Klasse 2/3
  • Multinorm-Kleidung kombiniert beide Schutzfunktionen
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EN ISO 11612 · EN ISO 20471

Industrie & Instandhaltung

Bei Wartungsarbeiten an Maschinen, Rohrleitungen und Anlagen können unerwartete Hitzequellen, Funken oder Flammen entstehen. Flexibler Flammschutz für wechselnde Einsatzorte ist essenziell.

Typische Risiken & Anforderungen
  • Unvorhergesehene Hitze- und Zündquellen
  • Wechselnde Arbeitsbedingungen und Einsatzorte
  • Flexibles Multinorm-Kleidungsstück bevorzugt
  • EN ISO 11612 + EN ISO 14116 je nach Risikobewertung
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EN ISO 14116 · EN ISO 11612

Handwerk & technische Berufe

Auch im Handwerk — bei Installationen, Reparaturen und technischen Dienstleistungen — treten kurzzeitig Hitze- und Funkenquellen auf. EN ISO 14116 (begrenzter Flammenkontakt) bietet hier kostengünstigen Basisschutz.

Typische Risiken & Anforderungen
  • Kurzzeitiger Flammenkontakt bei Installationsarbeiten
  • Trennschleifen, Löten, thermisches Trennen
  • EN ISO 14116 Index 1–3 als Einstiegsschutz
  • Leicht und komfortabel für den Arbeitsalltag
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Relevante Normen für Flammschutz je Branche

Je nach Branche und Gefährdungspotenzial gelten unterschiedliche Normen. Die Gefährdungsbeurteilung des Arbeitgebers entscheidet, welche Norm(en) vorgeschrieben sind.

EN ISO 11612

Hitze & Flammen

Hauptnorm für industriellen Flammschutz. Prüft Kontaktflammen (A), konvektive Wärme (B), Strahlungswärme (C) und Metallspritzer (D/E). Pflicht in Metall, Energie & Petrochemie.

EN ISO 11611

Schweißen

Speziell für Schweißprozesse. Klasse 1 für leichtere, Klasse 2 für intensive Bedingungen. Schutz vor Metallspritzern und Strahlungswärme beim Schweißen, Schneiden und Löten.

IEC 61482-2

Lichtbogenschutz

Für Elektrotechnik und Energieversorgung. Klasse 1 (≥4 cal/cm²) und Klasse 2 (≥7 cal/cm²). Kleidung darf nicht entflammen oder auf der Haut schmelzen.

EN 1149-5

Antistatik (ATEX)

Häufig kombiniert mit EN ISO 11612 für ATEX-Zonen. Verhindert elektrostatische Aufladung und damit Zündrisiken in explosionsgefährdeten Bereichen der Chemie und Petrochemie.

EN ISO 14116

Begrenzter Flammkontakt

Leichterer Flammschutz für kurzzeitige Expositionen. Index 1–3. Geeignet für Handwerk und leichte Industrie. Kein Schmelzen oder Weiterbrennen erlaubt.

EN ISO 20471

Warnschutz kombiniert

Hochsichtbarer Warnschutz (Klasse 1–3) kombinierbar mit Flammschutz — ideal für Bahn, Baustellen und Infrastruktur, wo Sichtbarkeit und Thermoschutz gleichzeitig gefordert sind.

Pflicht des Arbeitgebers: Laut EU-PSA-Verordnung 2016/425 und Arbeitsschutzgesetz muss der Arbeitgeber eine Gefährdungsbeurteilung durchführen und auf Basis dieser die geeignete Schutzkleidung bereitstellen. Die Mitarbeitenden müssen in der Nutzung geschult werden.

Flammschutzkleidung schützt Leben

Flammhemmende Arbeitskleidung ist überall dort Pflicht, wo thermische Risiken bestehen — und sie kann im Ernstfall Leben retten. Diese Vorteile machen sie unverzichtbar:

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Lebensrettender Schutz

Verhindert schwere Verbrennungen durch Selbstverlöschen und Verhinderung von Schmelzen & Tropfen.

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Wertvolle Reaktionszeit

Gibt Sekunden zur Flucht und Reaktion — entscheidend bei Lichtbogen und Flammenunfällen.

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Gesetzliche Pflicht

EU-PSA-Verordnung 2016/425 verpflichtet Arbeitgeber zur Bereitstellung geeigneter FR-Kleidung.

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Multinorm kombinierbar

Ein Kleidungsstück schützt vor mehreren Gefahren — Flammen, Antistatik und Lichtbogen gleichzeitig.

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CE-zertifiziert

Alle Produkte normkonform geprüft. Zertifikate jederzeit nachweisbar für Audits und Behörden.

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